Alaska: Begegnungen mit wilden Tieren | Braunbären, Elche, Moschusochsen und Seeottern


 
Bären, Elche, Dallschafe, Moschusochsen, Orcas und Seeottern: In den Sommermonaten, wenn die Tage lang und die Temperaturen angenehm warm sind, bieten Nationalparks und Schiffstouren Einblick in die wilde Tierwelt Alaskas. Anchorage, die südliche Landesmetropole, ist der ideale Ausgangspunkt zu diesem großen, unvergesslichen Tierabenteuer. Buchungs- und Informationsstellen gibt es für viele Touren in der Innenstadt. Mit dem Auto, Zug oder Bus erreicht man Parks und Ablegestellen gut. Renommierte Flugunternehmen wie Rust's Flying Service und Regal Air bieten von ihrer Basis am Wasserflughafen Lake Hood in Anchorage Tagestouren zu den Schwarz- und Braunbären an. Und selbst beim Stadtbummel trifft man hin und wieder auf Elche, die die Vorgärten der einheimischen Bevölkerung aufsuchen.

Nahezu einzigartig ist eine Fahrt mit einem der Parkbusse durch den nördlich von Anchorage gelegenen Denali-Park. Elche, Bären, Dallschafe – auch als Alaska-Schneeschaf bekannt – und Karibus immer in Sichtweite. Selbst Grizzlys zeigen sich. Ganz nah der Denali, mit 6190 Metern Nordamerikas höchster Berg. Etwa 70 Meilen südwestlich von Anchorage liegt die Bear Mountain Lodge, am Rande des Lake Clark National Park, der eine ungewöhnlich hohe Dichte an Braunbären verzeichnet. In rustikalen Cabins wird genächtigt. Die größten Braunbären der Welt jedoch leben auf Kodiak Island. Das Kodiak Brown Bear Center liegt am Karluk Lake im Herzen des Kodiak National Wildlife Refuge und ist idealer Standort für Bärenbeobachtungen: etwa auf einer viertägigen Tour inklusive Übernachtung und Führungen. Ganz anders die Katmai Halbinsel. An den Brooks Falls versuchen die Bären während der Lachszeit ihr Glück beim Grabschen nach den leckeren Fischen. Um hier zu landen besteigt man ein Wasserflugzeug am Lake Hood in Anchorage.

Auf dem Wasser begegnet man ganz anderen Tierarten: Seelöwen und Seeottern zeigen sich oft direkt neben dem Schiff, wenn man die fünfeinhalbstündige „26 Glacier Cruise“ mit dem exklusiven Klondike Express auf dem Prince William Sound gewählt hat. In der Luft kreisen Weißkopfadler. Dazu der Blick auf die ins Wasser kalbenden Gletscher. Ein Ranger des Chugach National Forest Service ist mit an Bord und informiert übers Mikrofon. Der Andrang für diesen Ausflug ist groß, es empfiehlt sich also frühzeitig da zu sein.

Ganz im Süden nach rund zwei Stunden Fahrt erreicht man Seward. Hier in der Resurrection Bay sind am Ufer Seelöwen und Vogelkolonien bei den Kenaj Fjord-Touren anzutreffen. Auch Papageitaucher, Tümmler und Wale tummeln sich hier. Major Marine Tours hat neben zwei Wildtiertouren mit dreieinhalb oder fünf Stunden Dauer auch Walbeobachtungstouren im Programm, die speziell auf Orcas und Grauwale ausgelegt sind.

Alaska Wildlife Conservation Center
Eine knappe Autostunde südöstlich von Anchorage liegt das Alaska Wildlife Conservation Center. Auf dem riesigen Gelände am Ende des Turnagain Meeresarm leben neben Bären unter anderem Elche, Bisons, Moschusochsen und Adler. Ursprünglich wurde das AWCC gegründet, um verwaisten oder verletzen Wildtieren eine Heimat zu bieten. Mittlerweile ist das Wildlife Center nach dem Denali Nationalpark die meistbesuchte Besucherattraktion Alaskas.


Infos: 
Visit Anchorage, Anchorage, AK 99501-2212, Telefon 001-907- 257-2363, www.anchorage.net und www.alaskawildlife.org.
Flugunternehmen wie Rust's Flying Service und Regal Air bieten ab Lake Hood, direkt neben dem International Airport, Tagestouren zu Braun- und Schwarzbären ab zirka 470 Euro pro Person an. 

Anreise in den Sommermonaten:
Mehrmals wöchentlich mit Condor im Direktflug von Frankfurt nach Anchorage. Icelandair fliegt mit einem Stopp in Reykjavik nach Anchorage. DER Touristik bietet ab Deutschland abwechslungsreiche Flug-Mietwagenrundreisen an.

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ZU ANCHORAGE
Alaska – eine fast unberührte Natur für Einsamkeit suchende, abenteuerlustige und aktive Menschen. Ein Land, das fünfmal so groß ist wie Deutschland, allerdings nur rund 680.000 Einwohner zählt. Anchorage ist zwar nicht die Hauptstadt (das ist Juneau), aber sie ist mit rund 300.000 Einwohnern die größte Stadt Alaskas und, wenn man so will, die einzige echte Metropole. Sie feiert im Jahr 2015 ihren 100. Geburtstag und ist Ausgangspunkt für zahlreiche kleine und große Abenteuer. Gleich neben dem International Airport liegt der größte Wasserflughafen der Welt. Die Wildnis beginnt hinter der Stadt. Eine Reise mit dem Zug von Süd nach Nord mit Start in Seward und erlaubt Blicke auf Bär & Co. Urlauber finden zahlreiche Zimmer in ruhig gelegenen Lodges, in Hotels und Motels sowie in Bed & Breakfast-Unterkünften. 


Lauingen/Anchorage, 31. Juli 2018 

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