
Kräuter 1x1 und Waldspaziergänge für mehr Resilienz
Es wird gewandert, gesammelt, gekocht und geräuchert. Bei Kräuterführungen, Spaziergängen und Work-Shops können Interessierte die Wildkräuter am Wegesrand und die Heilpflanzen in den Kräutergärten kennen lernen. In den Höhenlagen des Westallgäus auf bis zu 1100 Metern sind sie besonders kraftvoll, sagen die Kräuterexperten. Ringelblume, Brennnessel, Schafgarbe & Co. haben vielfältige Anwendungsmöglichkeiten.
Wer sich einfach mal unter einen Baum legen möchte, kann dies in Oberreute beim Waldbaden tun. Diese japanische Therapie verspricht innere Ruhe und ein starkes Immunsystem. Dafür wurde eigens ein Areal angelegt, das das ganze Jahr über einlädt zum Herumtrödeln, zum Kraft tanken. Auch Angebote wie Waldbaden & Yoga gibt es. Mehr zum Waldbaden
Ab April geht es mit Wildkräuterführerinnen raus in die Natur. Bis Mitte Oktober laden Spaziergänge über Wiesen und entlang von Wasserfällen sowie Wanderungen zum Erkunden der wilden Kräuter und ihrer Verwendung in der Küche ein. Eine dreistündige Wanderung zeigt den Umgang mit Wildpflanzen und giftigen Kreuzkräutern (12.4.). Um Wild- und Heilpflanzen geht es bei den zweistündigen Wanderungen durch Wald, Wiesen und durchs Moor (2.5., 20.6.). Ein Seminar am Nachmittag mit einem Spaziergang durch den Wald vermittelt Übungen für mehr Resilienz (24.4., 11.9.). Wilde Kost am offenen Feuer zeigt wie eine Frühjahrskur mit wilden Kräutern gelingen kann (8.5., 15.5.). Work-Shops vermitteln Wissenswertes über die Heilkraft der Bäume (8.5.). Im Herbst zeigt ein Spaziergang über die Wiesen, welche Früchte des Herbstes wie konserviert werden können (26.9.). Von Mai bis September führt jeden Monat ein Vortrag in die Tradition des Räucherns ein – das Räuchern mit heimischen Kräutern reinigte Ställe und Stuben und gehört zu den klassischen Ritualen der Raunächte, um Altes loszulassen und um Neues wahrzunehmen.
Der Allgäuer Kräutergarten Artemisia mit über 200 Kräutern und Heilpflanzen lädt zum Besuch und zu individuellen Führungen ein (13.5., 24.6., 5.8.) und zeigt, was es mit dem „grünen Daumen“ auf sich hat (28.3., 25.4., 30.5.). Auch mit dem Herstellen von Salben und Seifen oder mit der Kräutermedizin von Hildegard von Bingen kann man sich mehrmals im Jahr im Rahmen von Workshops beschäftigen. Mehr zum Kräutergarten Allgäu
Die Teilnahme an den Programmpunkten ist teilweise kostenfrei oder beträgt je nach Angebot zwischen 12 und 45 Euro pro Person. Anmeldung notwendig.
Samstagspilgern zu Kraftplätzen
Die Orte und Gemeinden im Westallgäu bieten während des ganzen Jahres Gelegenheiten, eine kleine Auszeit zu nehmen – „leise“ Rückzugsorte beim Samstagspilgern laden zum Besuch. Kleine Gotteshäuser, manche zwischen 500 und 1000 Jahre alt, reihen sich auf den Pilgerwegen aneinander, denn mehrere Routen führen durchs Westallgäu bis zum Bodensee und weiter nach Campostela. Ab März stehen jeden Samstag eines oder mehrere Pilgerangebote auf dem Programm von Westallgäu Tourismus.
Die begleiteten Angebote haben ein jeweils unterschiedliches Motto: Pilgern für einen Tag, Pilgern für Männer, Wandern von Kapelle zu Kapelle oder meditatives Wandern. Die Strecken sind zwischen fünf und 22 Kilometer lang, meist mit Zeiten für Impulse beim Stopp an Kapellen.
Pilgern für einen Tag mit immer neuen Aus- und Weitsichten gibt es jeden Monat bis November ab Scheidegg mit Pausen an Kapellen, mit Schweigezeiten und Momente geistlicher Impulse. Eine Pilgerwanderung auf dem Jakobsweg mit Impulsen in Kirchen und Kapellen und in der Natur führt bis nach Bregenz (16.5., 25.7.). Pilgern auf dem Teilstück zwischen Zell und Missen mit Rücktransport findet ab Oberstaufen statt (23.5.). Eine meditative Wanderung mit Schweigezeiten und spirituellen Texten lädt im Waldseegebiet in Lindenberg zum Mitmachen ein (16.5., 27.6., 11.7.). Auf Sinnsuche heißt in Oberreute eine Rundwanderung auf dem alten Kirchenweg (9.5., 4.7.). Samstagspilgern mit Aussicht (13.6.) bringt die Wanderer auf alten Wegen zu drei Kapellen mit kunstvoll gestalteten Altären oder rätselhaften Wandmalereien: Kapelle St. Stephan, Kapelle St. Martin, Marien- und Rupertuskapelle. Eine Entdeckungsreise durch die Schöpfung will das Pilgern durch das Wildrosenmoos in Oberreute sein (20.6.). Mehr zum Samstagspilgern
Das Samstagspilgern ist offen für alle Menschen und ein kostenfreies Angebot seitens der Pilgerbegleitung. Anmeldungen sind wünschenswert bei der jeweiligen Tourist-Info.
Mit dem Zug geht es beispielsweise via Ulm bis Lindau und dort mit dem Bus nach Scheidegg oder weiter über die Bahnstationen Oberstaufen, Heimenkirch oder Hergatz. Mit der „Allgäu-Walser-Card“ ist auch das Busfahren auf allen Linien im Landkreis Lindau (Bodensee) bis Sulzberg, Österreich, gratis. Mit dem Auto erfolgt die Anreise bequem über die A 7 und A 96. Bequem und nachhaltig ist das e-carsharing in den Gemeinden des Westallgäus, auch ab Ankunft am Bahnhof möglich.
Zum Westallgäu gehören die dreizehn Ferienorte Grünenbach, Maierhöfen, Röthenbach, Gestratz, Weiler-Simmerberg, Oberreute, Stiefenhofen, Heimenkirch, Opfenbach, Hergatz, Hergensweiler, Scheidegg und das städtische Zentrum Lindenberg. Im Westallgäuer Heimatmuseum in Weiler tauchen die Besucherinnen und Besucher ein in die Kunst und Kultur der Region. Das Deutsche Hutmuseum in Lindenberg spiegelt 300 Jahre Hutmode und die Entstehung der Hutproduktion im Westallgäu. Seen und Freibäder, Sennereien und Brauereien, der Baumwipfelpfad in Scheidegg sowie Wanderwege wie die „Westallgäuer Wasserwege“ oder die neuen Premiumwege „aussichtsreich“ bieten der ganzen Familie Urlaubsvielfalt.
Lauingen / Lindenberg, 26. März 2026
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Bild zum Download: Am besten in der Hängematte: Den Duft des Waldes erleben
Foto: Westallgäu Tourismus / F. Sams
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